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1.7.2019

48er in Training – vom Neuling zum erfahrenen Teamkollegen

Werkzeugkiste statt Theoriebücher, Rollenspiele statt Frontalunterricht: So bereiten wir neue Mitarbeiter auf den Schreiner48-Alltag vor.

Draussen ist es noch dunkel, die Luft angenehm kühl. In einer Stunde wird die Sonne aufgehen – ziemlich genau dann, wenn Tommy Flückiger zum ersten Arbeitstag bei Schreiner48 antreten muss. Die ersten zwei Wochen wird er, wie jeder andere neue Mitarbeiter, an der Seite eines erfahrenen Schreinerkollegen absolvieren. Er wird an Dutzenden Aufträge mitarbeiten. Und er wird die Chance haben, Fragen zu stellen und zu lernen, dass Schreiner48 kein gewöhnlicher Arbeitgeber ist.

Fehler machen erwünscht

Wie die kommenden Wochen im Detail aussehen, hängt vor allem davon ab, was Tommy Flückiger an Können mitbringt und wie er sich entwickelt. Bleibt er interessiert und zeigt er Einsatz, steht einer steilen Schreinerkarriere nichts mehr im Weg. Aber er wird auch Fehler machen in den nächsten Wochen, ganz viele Fehler, hoffentlich. Das sei auch überhaupt nicht schlimm, sondern Teil der Ausbildung, so Alex Angerer, Teamleiter der Kantone Aargau und Solothurn: «Man lernt nur aus seinen eigenen Fehlern. Deshalb lassen wir die Neuen im geschützten Rahmen scheitern.» Jede Offerte und jeder Rechnungstext werde natürlich kontrolliert – die Fehler gemeinsam besprochen. So sehe man schnell Fortschritte, könne Stärken fördern und gezielt an Schwächen arbeiten.

Fragen stellen lernen im Rollenspiel

Ein enorm wichtiger Punkt ist die Kommunikation mit Kunden. Denn wo Missverständnisse aufkommen können, sind Fehler nicht mehr weit. Deshalb müssen alle 48er lernen, die richtigen Fragen zu stellen – und wo nötig nachhaken. Wie das geht, übt Alex Angerer mit den angehenden Schreinerprofis im Rollenspiel. Er spielt dann einen komplizierten Verwalter, einen kurz angebundenen Hauswart oder einen aufgebrachten Kunden und macht seinem Gegenüber das Leben schwer. Ziel ist es, Mitarbeiter zu befähigen, selbst schwierige Telefonate freundlich, zuvorkommend und selbstbewusst zu führen. Ein «ich weiss es nicht, ich kläre es ab und rufe Sie zurück» sei dabei ein Satz, mit dem man viele Situationen entschärfen und Kunden glücklich machen könne – vorausgesetzt, man hält sein Wort und rufe innerhalb nützlicher Frist zurück.

Lernen im Eiltempo

An seine ersten Wochen bei Schreiner48 kann sich Alex Angerer noch gut erinnern – obwohl die Zeit bald zehn Jahre zurückliegt: «In den ersten drei Monaten lernst du hier so viel, wie anderswo in drei Jahren.» Ihm habe regelmässig der Kopf geraucht, so gestaunt habe er. «Was die Schreiner aus dem Stegreif alles wussten und wie sie Probleme angingen, hat mich schwer beeindruckt. Deshalb habe ich mich so reingehängt und schliesslich meinen Platz bei Schreiner48 gefunden.» Und wer sich richtig reinhängt, hat sowieso das Zeugs zum 48er.


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