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Aus diesen Holzlatten werden Fenster.

Hier sieht man Michelle am Falzen mit einer Kehlmaschine.

Hier das Resultat.

Einen ersten Vorgeschmack, wie die Fenster aussehen werden.

Passt alles zusammen?

So sieht das Holz nach der Oberflächenbehandlung aus.

16.12.2019

Handwerkskunst für die nächste Generation

Nur wenige Menschen können, was Michelle, unsere Lernende im vierten Jahr, kann – Holzfenster nach traditioneller Art bauen.

Sie sind aus Granitstein gefertigt und stehen oft schon seit Jahrhunderten an ihrem Ort – die romantischen Tessiner Rusticos. Natürliche Baumaterialien wie Holz und Stein sind für den urchigen Charme dieser kleinen Häuschen verantwortlich. Allerdings weiss heute kaum noch jemand, wie zum Beispiel Holzfenster für solche Gebäude gebaut werden. Michelle Niedermann, Schreiner-Lehrling im vierten und letzten Jahr, durfte es mit Unterstützung der Firma Vogel Fensterbauer AG  erlernen. 

Eine spannende Herausforderung

Den Auftrag erhielt Michelle über einen Bekannten von Markus Walser, Geschäftsführer von Schreiner48. Dieser benötigte für sein Tessiner Rustico fünf neue Fenster. Eine interessante Challenge für Michelle, denn Holzfenster dieser Herstellungsweise werden kaum noch hergestellt. Aus diesem Grund hatte sie die Firma Vogel Fensterbauer AG aus Goldach , die über dieses Wissen noch verfügt, um Unterstützung gebeten. «Freundlicherweise konnten wir sie zum Projekt dazu gewinnen und sie schickten mir Baupläne für diese Fenster. Ohne die Pläne hätte ich nie gewusst, wo ich überhaupt beginnen soll», erzählt Michelle. «Ich durfte den Betrieb sogar besuchen, da die Beschläge aus Metall mit den spezialisierten Maschinen viel einfacher zu montieren sind. Einen Tag war ich dort und konnte dabei eine Menge erfahren – auch, wie sehr sich der Betrieb zu Schreiner48 unterscheidet. Jeder hat seinen eigenen Arbeitsplatz und ist auf ein Gebiet spezialisiert.»

Wie baut man ein Fenster?

Die Fenster verfügen über eine Isolierverglasung, die Kälte und Schall abschirmt. Gefertigt sind sie hauptsächlich aus dem fürs Tessin typischen Kastanienholz. Um genau zu sein: Kernholz, mit dem man leicht arbeiten kann und das besonders resistent ist gegen Schädlinge und Witterung. Für den Fensterbau also perfekt geeignet. «Momentan bin ich dabei, die Oberflächenbehandlung abzuschliessen. Wir verwenden dafür eine ziemlich dünnflüssige Lasur, die in drei Schichten aufgetragen werden muss. Es ist eine knifflige Aufgabe, sie gleichmässig aufzutragen», erzählt Michelle. Danach werden die Beschläge wieder montiert und die Fenster sind fertig. 

Wie es weitergeht

Im Frühling, sobald die Temperaturen wieder steigen, werden die Fenster montiert. Michelle erklärt: «Für den Einbau müssen wir eine Silikonfuge ziehen, die bei zu kalten Temperaturen nicht richtig trocknen würde und Risse bekäme.» 

Nach diesem Projekt gehört Michelle zu den wenigen Menschen, die wissen, wie solche Holzfenster gebaut werden. «Das ist schon ein unglaubliches Gefühl und ich freue mich mega darüber.» Ob aus Michelle jetzt eine Fensterbauerin wird oder sie bei ihrer Schreinertätigkeit bleibt, kann sie noch nicht sagen. «Erst einmal gilt es, die Abschlussarbeit und die Prüfungen zu stemmen. Dann sehe ich weiter.»

 

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