Co-CEO David beobachtet unsere Lernenden ganz genau. Und so wusste er, dass Levin besonderes Interesse für die CNC-Maschine zeigt. Für alle, die nicht täglich Späne aufwirbeln: Eine CNC-Maschine ist ein computergesteuerter Alleskönner. Sie bohrt und fräst millimetergenau – egal ob komplexe Dübelbohrungen für Schränke, Aussparungen für Küchenmöbel oder perfekt runde Tischplatten. Damit die cleveren Maschinen den Alltag aber auch wirklich massiv erleichtern können, erfordert es im Hintergrund die richtige Software und Programmierung.
Kein Copy-Paste, sondern verstehen und übersetzen
Und genau hier kommt Levin ins Spiel. David beauftragte ihn, die Programme der im Einsatz stehenden, schon etwas in die Jahre gekommenen Maschine auf die brandneue CNC-Maschine zu übertragen. Was einfach klingt, war in der Praxis ein echtes Stück Knochenarbeit. «Ich kannte das alte Programm nicht so gut», erzählt Levin. «Die grösste Challenge bestand darin, mich in die Logik der alten Programme einzudenken. Man kann die Abläufe nicht einfach per Copy-Paste übernehmen, sondern muss das alte System verstehen, es übersetzen und die Programme dann in das neue System übertragen.»
Mehrere Wochen Aufwand stecken in dem Projekt. Levin tüftelte anfangs jeden Dienstag, später immer wieder zwischendurch, schrieb Codes und testete die Programme direkt an echten Kundenaufträgen, etwa diversen Küchenmöbeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Levin schmunzelt: «Bis jetzt gab es zum Glück noch keinen einzigen Crash!»
Frischer Wind an der CNC-Maschine: Jungschreiner Levin meistert ein Mammutprojekt.
Frischer Wind an der CNC-Maschine: Jungschreiner Levin meistert ein Mammutprojekt.
Frischer Wind an der CNC-Maschine: Jungschreiner Levin meistert ein Mammutprojekt.
Einziger CNC-Profi – bis jetzt!
Weil Levin sich so tief in die Materie reingefuchst hat, ist er aktuell der Einzige in der Werkstatt, der die neue Maschine voll im Griff hat. Wenn er mal in den Ferien ist, muss das Team temporär auf die alte Maschine ausweichen. Doch das wird sich bald ändern, denn nach den Sommerferien startet Levin sein nächstes Kapitel bei Schreiner48: Er wird vom Lernenden zum internen Ausbilder seiner Kollegen. Den Anfang macht Manu, der gerade im 4. Lehrjahr ist. «Wir schulen zuerst die jüngeren Kollegen, da sie noch gar keine grossen Berührungspunkte mit der alten Maschine hatten», erklärt Levin den Fahrplan. Seine oberste Priorität für die internen Kurse? «Dass alle die Logik wirklich verstehen. Und natürlich, dass die Maschine heil bleibt!», lacht er.
Vertrauen als Karrierekick
Für Levin ist dieses Projekt der beste Beweis dafür, dass Schreiner48 der perfekte Ort für seinen Karrierestart ist: «Sie vertrauen einem jungen Schreiner direkt so eine grosse Aufgabe an und pushen uns extrem, um uns individuell weiterzuentwickeln.» Nach einem Tipp gefragt, wie Lernende nach dem Abschluss auch zu so spannenden Aufgaben kommen, sagt Levin: «Ganz einfach: Immer am Ball bleiben und vollen Einsatz zeigen. Das wird hier gesehen und belohnt.»