Nach dem Lehrabschluss stand Marc wie alle Lernenden vor der Frage: Bleibe ich lieber in der Werkstatt oder zieht es mich raus in den Kundendienst? Ein paar Schnuppertage im Aussendienst brachten ihm schnell Klarheit. «Ich habe gemerkt, wie viel ich draussen dazulernen kann», erinnert sich Marc. «Da bist du ständig mit den unterschiedlichsten Aufträgen, Problemen und Kunden konfrontiert. Kein Tag gleicht dem anderen. Genau das hat mich gereizt, da ich die Abwechslung und die Herausforderung mag.»
Raus aus der Werkstatt, rein in knifflige Aufträge
Heute ist Marc als next Gen Projektleitender Kundenschreiner unterwegs. Sein Tätigkeitsfeld ist enorm breit gefächert: Von der Kundenanfrage bis zur fertigen Reparatur liegen alle Aufgaben in seinen Händen. «Zu Beginn meiner Kundenschreiner-Karriere ging es vor allem darum, das lösungsorientierte Denken zu lernen und die Selbständigkeit zu festigen: Was kann ich direkt vor Ort reparieren und wo benötigt es vielleicht noch Material? Oder muss doch alles komplett neu gemacht werden?», erzählt Marc. Inzwischen kennt er seine Stammgebiete wie Oerlikon oder die Kreise 4, 5 und 6 in- und auswendig. Mittlerweile kann er blitzschnell entscheiden, ob knifflige Schiebetüren oder komplexe Fenstersysteme rasch repariert werden können. Und mit den Herausforderungen ist auch sein Selbstbewusstsein gewachsen – er ist ruhiger und gelassener geworden.
Vom Jungspund zum Mentor
Das zeigt sich auch im bisher grössten Schritt in seiner Laufbahn: Marc wurde in das 5- bis 6-köpfige Ausbildungsteam von Schreiner48 berufen. Damit trägt der junge Handwerker nun direkt Verantwortung für neue Kolleginnen und Kollegen. Er führt sie in die internen Abläufe ein und zeigt, wie der Alltag im Aussendienst funktioniert – insbesondere im Umgang mit den digitalen Werkzeugen. «Ohne das iPad und unsere Systeme läuft bei uns gar nichts. Vom Auftrag über die Offerte bis zum Rechnungstext geschieht alles digital», erklärt Marc. Es mache ihm enorm Spass, dieses Wissen weiterzugeben und die Neuen im Rotationsverfahren mit seinen Ausbildungskollegen so lange zu begleiten, bis sie sicher und selbstständig auf Ihre Touren gehen.
Routine festigen und den Kopf freibekommen
Trotz der neuen Rolle hat Marc nie ausgelernt. Sein persönliches Ziel für die nächste Zeit lautet daher nach wie vor: «Noch mehr Routine bekommen und lernen, auch in hektischen Phasen entspannt mit Druck umzugehen.».