80 Stunden für den eigenen Wohnwagen | Schreiner48

Aktuelles vom Schreiner-Service aus Zürich Winterthur Aargau


Sarina und ihr Wohnwagen sind bereit für den ersten Ausflug.

Die Idee nimmt langsam Form an.

Dem Lavabo widmete Sarina besonders viel Aufmerksamkeit.

Ein System, das funktioniert: Sarina hat die Planung im Griff.

1.4.2019

80 Stunden für den eigenen Wohnwagen

Zwei Experten im Nacken – ein Ziel vor Augen: Sarina Kündig schreinert gerade ihre Abschlussarbeit.

Bei Schreiner48 dürfen Schreinerlehrlinge ihre Abschlussarbeit selbst aussuchen. Sarina Kündig hat sich dazu einen ausgedienten Wohnwagen gekauft, den sie innerhalb von 80 Stunden mit einer komplett neuen Küche ausstattet.

Woran arbeitest du gerade?

Ich arbeite an meiner IPA (Individuelle Praktische Arbeit) – meiner Abschlussarbeit. Mein Papa und ich haben uns einen alten Wohnwagen gekauft und ihn komplett ausgehöhlt. Eigentlich wollte ich den Wagen in meiner Freizeit ausbauen, aber so viel Freizeit habe ich gar nicht – ich hätte Ferien nehmen müssen. Dann habe ich mich entschieden, dieses Projekt zu meiner Abschlussarbeit zu machen.

Wie viel Zeit hast du dafür zur Verfügung?

Das kann jeder selber bestimmen – irgendwo zwischen 40 und 80 Stunden müssen es sein. Ich habe 80 Stunden gewählt, weil ich so am meisten erledigen kann. In dieser Zeit schreinere ich eine Abdeckung, sechs Fronten für Küchenschränke und ein Arvenholz-Lavabo. Darauf freue ich mich am meisten. Ich werde es von unten in die Abdeckung einlassen und schleife es dann so, dass kein Übergang mehr zu sehen ist. Das wird schwierig, aber ich freue mich drauf.

Welche Fähigkeiten, die du dir in der Lehre angeeignet hast, helfen dir dabei?

Ich habe erst gerade mit der IPA begonnen, aber ich merke jetzt schon, dass das A und O die Abläufe sind. In der Lehre habe ich gelernt, mich auf jeden Schritt zu konzentrieren. Du kannst mental einfach nicht schon fünf Schritte voraus sein – das bringt nur Fehler. Ich habe jetzt eine Pinnwand vor mir, die nur genau den einen Ablauf beschreibt. Das klappt super. Ich habe allgemein ein gutes Gefühl dabei, ich habe mich ja auch gut darauf vorbereitet und die Abläufe sauber geplant.

Was sind deine Pläne für nach der Lehre?

Ich bleibe bei Schreiner48. Ich wurde gefragt, ob ich nach der Lehre als Festangestellte bleiben möchte. Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht und die Vor- und Nachteile abgewogen, bevor ich zusagte. Es gibt so viel, das ich hier noch lernen kann. Nur als Ausbildnerin möchte ich nicht arbeiten, habe ich gesagt. Das bringt weder den Lehrlingen noch mir etwas.


Schließen